Moral Reasoning by Terrorists

See further down a groundbreaking empirical study on terrorist mindsets published in „Nature. Human Behaviour“ recently. Results offer new perspectives for threat assessment und prevention:

„We found that moral judgement in terrorists is abnormally guided by outcomes rather than by the integration of intentions and outcomes. This pattern was partially related to emotion recognition and proactive aggression scores but independent from other cognitive domains. In addition, moral judgement was the measure that best discriminated between terrorists and non-criminals.“ (Source: summary)

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Investigative Psychologie für die Unternehmenspraxis

Unser gemeinsames Fachbuch „Investigative Psychologie für die Unternehmenspraxis“ (mit Oliver Graf, dem Geschäftsführer der PROTEUS SECUR Consulting & Solutions GmbH) ist jetzt über Amazon / Kindle Direct bestellbar.

Den Leser erwartet eine fallorientierte Tour d‘ Horizon über psychologische Aspekte der Prävention und Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftsspionage: von nicht intendiertem Informationsabfluß, Psychopathie auf der Chefetage bis zu Personenschutz, Profiling und Integritätsmanagement.

Wir bieten einen praxisnahen Blick auf Möglichkeiten von investigativer Psychologie und integriertem Sicherheitsmanagement, um Unternehmen krisenfester zu machen.

…. viel Spaß bei der Lektüre!

Fachlektüre für den Sommer

Wer für die anstehenden Sommertage nach Wirtschaftsprofiling-Literatur sucht, die er/sie immer schon einmal lesen wollte, dem seien drei Vorschläge gemacht!

1. Richard BLOOM: Foundations of Psychological Profiling. Terrorism, Espionage, and Deception. Boca Raton: CRC Press, 2013.
Endlich einmal ein Profiling-Fachbuch ohne Serienmörder, qualifiziert geschrieben und mit einem pfiffigen Dreh, da es zu jedem Kapitel YouTube-Filmempfehlungen gibt (also: ohne Serienmörder und deren kulturelle Signatur geht es doch nicht .. !). Fazit: empfehlenswert.

2. Philipp SABIN: Simulating War. Studying Conflict through Simulation Games. London: Continuum, 2012.
„Food for Thought“, wie man so sagt. Auch wer – wie wohl die meisten von uns – kein professioneller Designer von Wargames ist, kann eine Menge über mentale Modelle, Abstraktion und darüber lernen, wie man die komplexe Realität elegant in Modelle und Vorhersagen überführt. Fazit: viel Spannendes gelernt, ohne Spieleentwickler geworden zu sein.

3. Klaus MOOSMAYER / Niels HARTWIG: Interne Untersuchungen. Praxisleitfaden für Unternehmen. München: C.H. Beck, 2012.
Es wäre wahrscheinlich eine kleine Lüge, das Buch „spannend“ zu nennen, aber es ist präzise und ich kenne keinen anderen Titel, der das Wissen über die Do’s und Don’ts der internen Ermittlung nach der „Wasserscheide“ des Siemens-Korruptions-Falls vor einigen Jahren (und die Verfasser sind dabei vom Fach!) so praxisnah aufbereitet und zusammen führt. Fazit: gehört in die Handbibliothek.

Ich wünsche eine gute Sommerlektüre!

Profiling in der Kreditmediation

Das ist die Ausgangslage: es geht darum, für schwierige Gespräche gut gerüstet zu sein. Aus Sicht der Bank stellt sich häufig ein Kunde dar, der als unzuverlässig und intransparent erlebt wird, ein Gesprächspartner dem man wohl gar unterstellt, zu manipulieren und es im eigenen Interesse mit der Wahrheit „nicht so genau“ zu nehmen. Das Engagement hat im Haus seine „Geschichte“ und Risikomanagement oder Rechtsabteilung kanalisieren in immer stärkeren Ausmaß den individuellen Entscheidungsspielraum des Betreuers. Doch nicht nur der Engagement-Führende auf Seiten der Bank erlebt Stress. Der Kunde in der Kreditmediation sieht sich häufig als machtlos an, ein Opfer des Kleingedruckten und der „Willkür der Banken“. Dazu gehört auch, daß er oft geneigt sein wird, seinen eigenen Anteil am fortgeschrittenen Status einer Auseinandersetzung zu übersehen oder umzudeuten. Der Kreditmediator ist in dieser Konstellation vor allem ein Mittler, der in eine gründlich zerrüttete Beziehung zwischen Bank und Kunde eintritt, und das zu einem Zeitpunkt, als es fast zu spät erscheint.

Wenn also Kreditmediation in diesem Sinne mit Verhandlung und mit Interessenausgleich unter – so daß man annehmen – hohem existenziellem Druck zu tun hat, dann braucht der Kreditmediator persönliche Unabhängigkeit, die Fähigkeit mit Druck umzugehen (und selbst auch Druck in Verhandlungen auszuüben), vor allem aber braucht er Menschenkenntnis und robuste Instrumente, um dieses Wissen praktisch anzuwenden.

Dazu sind robuste Profiling-Instrumente unerläßlich! Weitere Informationen dazu finden Sie hier und im Beitrag „Profiling in der Kreditmediation“ von Dr. Pantaleon Fassbender.